Letzte Aktualisierung  16. April  2001

   

Hier stelle ich den Bau meines Atom - U- Bootes "NAUTILUS"  vor.

Eigentlich die "Nautilus II", da ich  noch das Fantasie-Modell der "Nautilus" aus dem 

Walt-Disney Film "20.000 Meilen unter dem Meer" habe.

für Neugierige.....gleich zur 2. Seite....erste Erfahrungen


Zum Ende der Seite, Schlussbemerkung 

 

NEU  Fahr - Bilder der Nautilus vom 12. und 19. November  2000 und 8. April 2001  NEU 

Es mag für viele Modellbauer etwas langweilig wirken, aber es gibt bestimmt einige Leute, die noch kein Modell von der "Picke auf " nur nach Plan gebaut haben. An solche Modellbauer ist diese Seite hauptsächlich gerichtet.
Als Beispiel und vielleicht auch für U-Bootler versuche ich den Bau des Modelles "Nautilus"  möglichst genau zu dokumentieren. Im Laufe des Baufortschrittes berichte ich auch über Schwierigkeiten, auf die man achten soll. Soweit es geht, zeige ich auch Bilder.

Idee:

Vor ca. 35 Jahren hatte ich mit dem Modellbau angefangen. Die fixe Idee war damals schon ein U-Boot. Damals gab es den besagten Plan von SMB-Breisinger. Der musste her. Ich musste aber erkennen, dass so ein Modell zur damaligen Zeit für mich noch zu hoch war und legte den Plan wieder beiseite. Angeschaut habe ich ihn dennoch immer wieder. Durch einen Zufall bekam ich das Modell "Nautilus" (Disney-Filmversion Kapitän Nemo 20000 Meilen unter dem Meer) im Rohbau. Als dieses Boot fertig war, lachte mich das Atom-U-Boot wieder an. Also begann ich, den Plan zu studieren.

Der Bau:

Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, sollte man den Plan möglichst genau zu studieren. Die wichtigste Entscheidung für ein neues Projekt ist die Grösse des Modelles, es muss ja später transportiert werden. In meinem Fall konnte ich das Modell im Massstab 1:1 vom Plan übernehmen. Das geschätzte Gewicht beträgt 23 kg.

Der Rohbau:

Am Anfang steht nun mal der Spantriss. Die Spanten kann man entweder mit Durchschlagspapier oder mit Zirkel, Lineal auf ein anderes Blatt Papier übertragen. Sind auf dem Plan nur Halb-Spanten abgebildet, zeichnet man auch nur einen halben Spant auf´s Papier. Danach kann das Papier an der Mittellinie gefaltet und die zweite Hälfte durch Kopieren (nachzeichnen) erstellt werden. Diese Papierspanten werden nun auf das künftige Material ( in meinem Falle auf "Leiterplatten") zum Ausschneiden geklebt. Damit aber das Modell gebaut werden kann, braucht man eine "Helling", das ist das Grundbrett, auf dem die Spanten aufgestellt werden. Dieses muss unbedingt die Fläche des Modelles besitzen. Anschliessend werden die Abstände der Spanten beim Massstab 1:1 vom Plan auf die Helling übertragen. Dann werden die Spanten dementsprechend aufgebaut. Es gibt zwei Möglichkeiten das Modell zu bauen. Entweder "kieloben" oder "kielunten". Beide Varianten müssen möglichst genau vollzogen werden. Hier entscheidet sich bereits, ob der spätere Rumpf die richtige Form besitzt. Man kann zwar später noch herumschleifen, kostet aber einigen Aufwand.

Bei meinem Modell habe ich als "Helling" ein Brett verwendet, das mit "Leiterplatten", das sind kupferkaschierte Epoxy-Platten, bekannt aus dem Elektronik-Bereich, beklebt wurde. Hier habe ich die Spanten, die ebenfalls aus "Leiterplatten" geschnitten wurden, "kieloben" punktiert aufgelötet (sie müssen ja später wieder runter). An dieser Stelle muss ich erwähnen, die Spanten noch "voll" zu lassen, sodass noch Korrekturen gemacht werden können. Erst wenn der Verlauf dieser dem Plan nach stimmt, können sie auf die dementsprechende Stärke ausgeschnitten werden. Um dies sehen zu können, gibt es ein sehr wirkungsvolles Hilfsmittel. Man nimmt einen weissen Faden und klebt diesen der Länge nach rundherum auf die Spanten, sodass ein "fast" ganzes Modell entsteht. Beim Betrachten erkennt man sofort, welche Spanten noch nachbearbeitet werden müssen. Bis hierher ist der Werdegang eines Spantgerüstes bei allen Modellen gleich. (Siehe Konstruktionsbilder)

Ab jetzt differentiert der Bau von allen anderen. Zur Erklärung, das Modell muss später "dicht" sein. Da ein U-Boot bekanntlicherweise nur kleine Decksöffnungen besitzt, müssen die groben Einbauten wie Motore, Schiffswellen, Servohalter, Gestänge usw. jetzt schon so konzipiert und teilweise probeweise eingebaut werden. Später kommt man mit den Händen nicht mehr dran. Diese Schritte müssen sehr genau geplant sein. Desgleichen wird jetzt schon das Deck konstruiert. Entlang des späteren Decks habe ich zur Stabilität des Gerüstes bereits beplankt. Desgleichen den Bug und das Heck "angehängt". Entlang des Rumpfes sind nun ebenfalls ein paar Planken aufgelötet. Um Das Deck nun fertigkonstruieren zu können, muss jetzt das provisorische Spantgerüst von der Helling heruntergenommen werden. Jetzt erklärt sich auch, dass die Spanten nur "gepunktet" wurden, eine längere Löt-Naht bringt man nicht mehr auf. Dann wird das Gerüst ganz normal "kielunten" wieder auf die Helling gepunktet. Jetzt wird die Inneneinrichtung so konstruiert und vorgeplant, dass diese später ohne Mühen und verbogenen Fingern jederzeit durch die Decksluken eingebaut, bzw. gewartet werden können.

12. Februar  2000

In der Zeit vom 1. - 12. Februar habe ich die genannten Einbauten vorgenommen. Zuerst wurden die Motoren auf ein Grundbrett gesetzt. Diese sitzen so auf Querverstrebungen, dass diese von oben aus ausgewechselt werden können. Eine Patent-Verriegelung zur Führung des Grundbrettes und mit Schrauben gesichert hält die Motoren. Dabei musste ich aufpassen, dass ich die ganze Einheit zum "oberen Loch" auch herausnehmen kann. Unterhalb der Motoren habe ich Längs-U-Profile an die Spanten gelötet. In diese kommen die Servos mit den Umpol-Schaltern (einschiebbar) für die pumpen.
Je eine pumpe sitzt im Bug und Heck. Da Zahnradpumpen leicht "durchlässig" sind, musste je pumpe in Reihe "pumpe-Tank" je ein Magnetventil eingebaut werden. Diese öffnen automatisch, sobald die Motoren Spannung erhalten. Als Tank fungieren "Ballblasen" aus Fussbällen. Sie bekommt man in Sportgeschäften.
Jeweils im Bug und Heck habe ich oberhalb der pumpen, um den Raum auszufüllen, ebenfalls U-Profile angebracht, in denen diverse elektrische Einrichtungen auf einschiebbaren Grundbrettern den Empfänger, die Empfängerbatterie und andere noch nicht "erfundene" Funktionen untergebracht sind. Das ganze ebenfalls so, dass man es durch die Luken von oben auswechseln kann.
Am 18.2.2000: Heck-Ruderschäfte (Höhen- und Querruder) eingebaut,  24.2.2000: Bug und Heck werden vollends beplankt

12. März  2000

Die Decksluken wurden erstellt, auf vorläufige Dichtigkeit geprüft. Die Druck- Prüfung kann erst gemacht  werden, wenn das Boot tauchfähig ist.  Der Rumpf ist ganz beplankt. Das Deck wurde im Rohbau eingepasst. Ein Muster des Turmes erstellt.

Ferner hat das U-Boot eine Badewanne erhalten.  Für was ? Damit man das Modell von den Löt-Rückständen befreien kann. Dazu benötigt man Spiritus, Nitro-Verdünnung und Aceton als Gemisch. Ein seltsames Gemisch. Spiritus löst das Kollofonium auf, Nitro-Aceton das Lötfett. (Elektonik-Bastler mögen kein Lötfett!!!!). Da die "Leiterplatten" nicht "kupferblank" sind, kommt man um das Lötfett nicht herum. Nach dem Auswaschen mit genanntem Gemisch wird mit Spülmittel und Wasser das ganze neutralisiert. Um möglichst wenig Flüssigkeit zu verbrauchen, wurde die Wanne als vergrösserte "Dachrinne" konstruiert. Diese Wanne ist zweigeteilt und zusammengelötet. Wenn man sie nicht mehr braucht, kann sie wieder geteilt werden. Einen Dank an den Hersteller!

31. März  2000

Den Bug mit Polyester-Spachtelmasse aufgefüllt. Der Rumpf wurde mit  2 Lagen 27 Gramm,  -  1 Lage 80 Gramm- Glasfasergewebe überzogen. Dazwischen mehrmals nachgespachtelt und verschliffen. Es kommen noch 2 Lagen Glasfasergewebe 80 gr. darüber.

12. April  2000

Wieder einmal ist eine Lage Glasfaser-Gewebe aufgebracht. Jetzt nimmt der Rumpf  langsam aber sicher die Form eines U-Bootes an. Nach dem Schleifen wurde der Rumpf  lackiert. Die Lackierung dient einzig dazu, Unebenheiten besser  sehen zu können. Die meiste Farbe wird dabei weggeschliffen.

Der Rumpf wurde wieder einmal geschliffen. Die letzten 2 Lagen Glasgewebe mit 27 g/qm wurden aufgetragen. Das gleiche Spiel mit dem Schleifen und Lackieren. Von nun an wird nur noch ausgespachtelt und desöfteren lakiert.

27. April  2000

Links:Die Ruder sind bereits im Rohbau.  Rechts: Die Wellen sind jetzt eingebaut und die Heckflossen werden angebracht. Sie bestehen aus Leiterbahnmaterial und Glasgewebe.
Schleifen und Spachteln ist wieder einmal angesagt.

4. Mai  2000

Die Bowdenzüge für die Heck-Ruder eingebaut. Verspachtelt und verschliffen.
Ausnahmsweise gibt es kein Bild davon, man sieht ja doch nichts. Ruder und Ruderanschlüsse fertiggestellt.

7. Mai  2000

Den Rumpf und die Teile habe ich mit Lackspachtel ausgeglichen. Anschliessend die vorletzte Lackierung aufgebracht. Heute habe ich den warmen Tag ausgenutzt und die Teile zum Trocken in die Sonne gelegt.
Es folgt noch einmal Schleifen und danach die endgültige Lackierung.

dazwischen.......nix besonderes

1. November  2000

Die Tauchblasen-Abschaltung fertiggestellt.

Blasenvolumen im Modell: Im Bug eine maximale Füllung mit 1,25 Liter.

Im Heck 1 Liter, da der Heckbereich schmaler und mit den Wellen eingeengt ist.Die Abschaltung funktioniert recht einfach. Da sich die Blase nur zum Rumpfinneren ausbreiten kann, wird an die Pumpengrundplatte eine mit Scharnier befestigte Platte angebracht, an diese drückt dann die Blase. Die Platte betätigt einen Mikroschalter, der die Stromversorgung unterbricht. Am Mikroschalter wird am Ruhekontakt parallel noch eine Diode so geschalten, dass beim Öffnen dieses Kontaktes die Diode sperrt. Somit kann mit dem Umpolen der Spannung der Motor in die andere Richtung (abpumpen) wieder eingeschalten werden. Zur Verstärkung der Federwirkung des Mikroschalters ist eine einstellbare Druckfeder angebracht. 

5. November  2000

 

Rudergestänge und Tauchblasen eingebaut. Das Modell mit Accu, Fernsteuerung ausgerüstet und Probelauf im Trockenen durchgeführt. 

9. November  2000

Das Modell komplett zusammengebaut. Grössere Lenkservos eingebaut. Tauchblasenabschaltung im geschlossenen Rumpf getestet. Derzeitig passen je nach Justierung der Abschaltung je 1 Liter Wasser in die Blasen bis sie abschalten. Fördermenge 1/4 Liter pro 10 Sekunden. Das Modell hat mit gefüllten Blasen 23 Kg. Dem Stapellauf und erste Testfahrt steht nichts mehr im Wege.

27. November 2000

Vordere Tiefenruder eingebaut

3. Dezember 2000

Wiederum eine Probefahrt, um die vorderen Tiefenruder zu testen. Die Ruder haben einen Ausschlag von je 15 Grad und das reicht. Von dem Fahrverhalten her bin ich zufrieden. Das Modell lässt sich super auf und ab steuern. Nur mit dem Links und Rechts gehts nur in grossen Kurven, da das Seitenruder zwischen den Antriebsschrauben ist.

11. Dezember 2000

Wie es jedem U-Bootler geht, so hat auch mein Modell momentan noch kleine Dichtigkeitsprobleme. Die Wellen und Rudergestänge sind noch nicht dicht genug. In ca. 2 Stunden Unterwasserfahrt waren ca. 20 ccm Wasser im Modell. Jetzt habe ich die Wellen nachgebessert. Für die Ruderanlenkungen gibt es im Modellbau Faltenbalgen. Die waren mir aber zu groß. Nach langem Suchen bin ich im Internet unter dem Stichwort "Faltenbalgen" bei der Fa. "Powerboat.de" fündig geworden. In den nächsten Tagen werden sie eingebaut. Das Bild zeigt den Unterschied zwischen den einzelnen Balgen. Im Hintergrund der relativ steife, im Vordergrund der kleine, sehr weiche Balg.

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17. Februar 2001

Da das Modell im Grunde genommen "fertig" ist, das heisst, es fährt und taucht, geht es jetzt an die Feinheiten, was das Äussere betrifft. Eine Sorge war das Deck. Es geht aus keinem Originalbild die Beschaffenheit hervor. Soweit man es sehen kann, gibt es keine Gräting oder Lochbleche, was zur Annahme führt, es ist nur mit Stahlplatten belegt. Nun, wie macht man so etwas. Ich nahm einzelne Drähtchen von Kuperlitzen heraus und lötete diese auf das Deck. Anschliessend habe ich alle Flächen verzinnt. (Bilder)

Die Ausrüstung des Modelles:

Fernsteuerung: Multiplex, 7 Kanäle

Motoren: 2 Glockenanker-Motore, Grösse zwischen Monoperm-Decaperm 12 Volt

Accu: 2  12 Volt, 6 Ah

pumpen: 2 VDO-pumpen 12 Volt (im Vertrieb bei Robbe)

Tauchtanks: 2 Ballblasen von Kinder-Fussbällen 

Elektro-Magnetventile: 2 Stück (aus KFZ)

Fahrtregler: 1 LRP-Truck-Regler Nr. 83320, mit BEC-System

Servos: 4 Stück, gemischt (vorläufig, wahrscheinlich noch 2 dazu)

Schiffsschrauben: 2 Stück 45 mm, 5-Blatt von Robbe

Kosten des Modelles: (ohne Sender)

Empfänger                150.- (der bleibt im Modell, daher extra)

4 Servos                    200.-

2 Motore                     40.-

2 Accu:                        80.-

2 Schrauben               30.-

2 Pumpen                  140.-

2 Ballblasen                20.-

1 Fahrtregler             200.-

2 Wellen                     60.-

div. Kleinkram           300.-

Im Kleinkram sind dabei Lötzinn, Schrauben, Muttern, Schalter, Kabel, Farben, Schleifpapier, Polyester, Glasfasermatten, Stecker, Kabelschuhe, Blei usw..  

Dies sind nur geschätzte Werte. Sollte das Boot absaufen, dann sind ca. 1500.- weg.

 

Das ist das Ende der Geschichte ---- nicht unendlich

9. März 2001

Nachdem die Beleuchtung und die "Kriegsbemalung" angebracht wurde, habe ich dem Ständer noch eine Beschriftung gegönnt. Dies waren aus meiner Sicht die letzten Arbeiten, um sagen zu können, jetzt ist das Modell fertig.  Von nun an nur noch fahren....fahren....tauchen......was sonst.

Über nötige Sicherheitseinrichtungen kann ich mir noch Gedanken machen. 

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